Licht Handbuch

 

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Abkürzungen und Begriffe für Licht und Leuchtmittel. Die Informationen auf dieser Seite sollen als Leitfaden zum Zurechtfinden im Licht- und Leuchtmitteldschungel helfen.

 

 

Abkürzungsverzeichnis

 

LED (Licht emittierte Diode)

E14, E27, E40- Fassung

G4, GU4, GU5.3, GU10- Fassung

HPD (High Pressure Discharge)

HID (High Intensity Discharge)

HCI (Hydrargyrum Ceramic Jodide)

HQI (Hydrargyrum Quarz Jodide)

NAV-Lampen

NQL-Lampen

TÜV-Prüfsiegel (Technischer überwachungsverein)

CE-Prüfsiegel

RoHS (Restriction of Hazardous Substances)

Ra / CRI = Farbwiedergabeindex / Color Rendering Index

K (Kelvin)

 

 

LED (Light Emmitting Diode)

 

LED´s, umgangssprachlich auch Leuchtdioden genannt, gibt es in den verschiedensten Farben und Formen. So genannte LED-Retrofit Lampen sind ein effizienter Ersatz für  Glüh- und Halogenlampen sowie Energiesparlampen. Sie verfügen über verschiedenste Sockel, wie Schraub-,  Steck- oder Bajonettsockel und können so einfach in bestehende Fassungen von  herkömmlichen Leuchten eingesetzt werden.

 

Die LED erzeugt Licht durch eine bestimmte Wellenlänge, für uns als eine bestimmte  Lichtfarbe zu erkennen. Sie besteht aus einer stromleitenden Kathode und Anode, die  über einen Anschlussdraht (Bonddraht) in einer schützenden Kunstofflinse miteinander  verbunden ist. Der Anschlussdraht bildet den Kontakt in einer Reflektorwanne, der sich auf  der Anode befindet mit einem sogenannten Halbleiterkristal (Chip) aus zwei  unterschiedlich dotierten Halbleitermaterialien.

 

Dabei weist die eine Schicht einen Überschuss an Elektronen (n-Schicht) und die Andere  einen Elektronenmangel (p-Schicht) auf, woraus eine Überzahl an sogenannten  Elektronenlöchern entsteht. Durch eine gezielte Zugabe von Atomen wie beispielsweise  Silizium oder Bor erreicht man dann eine unterschiedliche Ladungsverteilung. Bringt man  die beiden Schichten zusammen, gleicht sich der Ladungsunterschied in der Grenzschicht  aus. Aktiviert man jedoch einem Stromzufluss, fließen die Elektronen von der n-Schicht mit  dem Elektronenüberschuss in die p-Schicht, mit dem Elektronenmangel.

Aufbau und Funktion einer SMD LED Leuchtdiode im Vergleich zu einer herkömmlichen Leuchtdiode

 

E14, E27, E40 (auch E5,5, E10, E11, E12, E16, E18, E33...)

 

Hierbei handelt es sich um das Edisongewinde (E Abk. = Edison) nach DIN 40400 und  IEC 60238:1998 genormt bzw. den Fassungsumfang des entsprechenden Leuchtmittels  mit einem Aussengewinde, welcher in den genormten Sockel (Schraubsockel), mit einem  Innengewinde gedreht wird.

 

 

G4, GU4, GU5,3, GU10 (auch GY5.3, GX6.35, GZ6.35, G12...)

 

Mit dem Kürzel G... bezeichnet man Stiftsockel für Halogen- und neuerdings LED-Lampen (Bipin). Die sogenannten Bipin Fuß Nominierung ist eine IEC-Normierung und wurde 1892 von George Westinghouse für die Weltaustellung von 1893 in Chicago entwickelt um Lizenzprobleme mit dem Edisonsockel zu vermeiden. Das Kürzel "U" weist auf einen Halt, in mechanischer Ausführung im Fassungssystem hin. Die parallel zu einander stehenden Stifte (Pins), bestehen aus korrosionsbeständigen Metall, was eine lange Kontaktsicherheit ermöglicht. Um das einführen der Pins der geschlossenen Schenkel des "U" der Kontaktfeder in der Fassung zu erleichtern sind die Stiftspitzen abgerundet.

 

 

Edison Tabelle

 

     norm      

 

außen         

Ømm

Kernloch     

Ømm

Verwendungszweck z.B.

 

       
     E5.5   5,5mm   4,9mm Modellbau, Signalleuchten...
     E10 10,0mm   8,8mm Taschenlampen...
     E11 11,0mm   9,6mm Lichterkette
     E12 12,0mm 10,0mm Schlaf-, Notbeleuchtung...
     E14 14,0mm 12,5mm Wand-, Kerzenleuchten...
     E16 16,0mm 14,7mm Schraubsicherungen
     E18 18,0mm 17,0mm Schraubsicherungen
     E27 27,0mm 24,5mm Deckenbeleuchtung, häufigste...
     E33 33,0mm 30,8mm Schraubsicherungen
     E40 40,0mm 36,3mm Straßenlampe, Pflanzen...

 

Übersicht E G GU Fassungen

CE-Kennzeichnung

 

Das CE-Kennzeichen, ehemals EG-Zeichen ist ein Verwaltungszeichen für den  Europäischen Wirtschaftsraum nach der Richtlinie 93/68/EWG.  Der Hersteller bestätigt mit der CE-Kennzeichnung die Einhaltung der produktspezifisch  geltenden europäischen Richtlinien. Ähnlich wie ein Reisepass für den europäischen  Binnenmarkt soll der Endverbraucher die Herkuft eingrenzen können. Allerdings kann nur  ein genauer Rückschluss über eine vierstellige Kennnummer hinter dem Logo, die der  Hersteller über ein Konformitätsbewertungsverfahren zugewiesen bekommt, genommen 

 

 

TÜV-Prüfsiegel

 

Der Technische Überwachungsverein, kurz TÜV genannt, hat seinen Ursprung im  Dampfkessel Revisions Verein aus dem Jahr 1866 und wurde damals wie heute für überwachungsbedürftige Anlagen genutzt. Jedoch ist dieser Bedarf, größtenteils staatlich verordnet, auf immer mehr Wirtschaftskategorien erweitert worden. Der TÜV, in  Deutschland auf drei große und zwei kleine Vereine aufgeteilt, vergibt das TÜVPrüfzeichen nach Durchführung staatlich verordneter technischer Sicherheitskontrollen, die kostenpflichtig für den Hersteller sind. Gesellschaften, die das Kürzel „TÜV“ in Ihrem  Namen führen, müssen zu mind. 25,1% einem e.V. angehören, der als Selbsthilfe  Organisation der deutschen Wirtschaft vom Staat mit hoheitlichen Aufgaben beliehen ist.

 

 

Ra / CRI = Farbwiedergabeindex / Color Rendering Index

 

Unter „Ra“ (engl.: CRI = Color Rendering Index), versteht man den Farbwiedergabeindex,  der Herstellern, Händlern und Konsumenten von Leuchtmitteln zur Bestimmung der  Qualität, der Farbwiedergabe helfen soll.  Je höher der Ra-Wert (max. 100), desto besser ist die Farbwiedergabe. Leuchtmittel mit  einer niedrigen Farbwiedergabe, wie z.B. mit einem Wert von Ra <60, sind immer noch  vollkommen ausreichend für Werkstätten, Lagerhallen usw., da hier nur die Helligkeit und  nicht die Farbwiedergabe im Focus steht. 

 

 

Farbwiedergabeindex

 

 

RIndex

     Glühlampe bis zu 100
     LED weiss 80 - 95
     Leuchtstofflampe 50 - 90
     Leuchtstofflampe (weiss) 70 - 84
     Leuchtstofflampe weiss de Luxe 85 - 100
     Halogen Metalldampflampe 60 - 95
     Natriumdampf Hochdrucklampe (warm weiss) 80 - 85
     Quecksilberdampf Hochdrucklampe 45
     Natriumdampf Hochdrucklampe (Standard) 18 - 30
     Natriumdampf Niederdrucklampe

-44

 

 

RoHS = Restriction of Hazardous Substances

 

RoHS steht für (engl.: Restriction of Hazardous Substances) „Beschränkung der  Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe“ und ist ein Beschluss der EG-Richtlinie 2002/95/EG vom 3. Januar 2013. Das Ziel für die Einführung der Richtlinie 2002/95/EG ist eine Beschränkung gefährlicher  Inhaltsstoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, die dem EU-Verkehr ferngehalten werden  sollen.  Beispiele hierfür sind Quecksilber, Blei, Cadmium, sechswertiges Chrom, Polybromierte  Biphenyle (PBB), Polybromierte Diphenylether (PBDE) und ähnliche Stoffe.

 

 

ZVEI = Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie

 

Um einer Unübersichtlichkeit verschiedener Abkürzungen bei Leuchtmittel entgegen zu  wirken, die von diversen Herstellern auf dem Markt verwendet wurden, führte ZVEI  (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie) ein einheitliches  Bezeichnungssystem für Lampen ein.  Jetzt wird jedes Leuchtmittel durch drei Buchstaben, als Abkürzung beschrieben.

 

Tabelle

 

Lichterzeugunsart

I         Glühlampe

H       Hochdruck - Entladungslampe

L        Niederdruck - Endladungslampe

 

Kolbenmaterial / Gasfüllung

G       Glas

Q       Quarzglas

M       Quecksilber

I         Halogen-Metalldämpfe

S        Natriumdampf

 

Kolbenform

A        Allgebrauch

E        Ellipsoid

PAR   Parabolreflektor

R        Reflektor

T        Röhren

TC      Kompaktröhren

 

 

HPD (High Pressure Discharge)

 

HPD (High Pressure Discharge) Lampen, auch bekannt als HID (High Intensity Discharge)  Lampen sind Hochdruckentladungslampen.  Sie bestehen aus einem gasdicht verschlossenen Bogenentladungsgefäß, das  üblicherweise in einem Glas-Außenkolben untergebracht ist. In den Leistungsstufen  1000W und 2000W gibt es auch außenkolbenlose Lampen.  Zwischen den zwei Elektroden im Entladungsgefäß entsteht eine Art Dauerblitz, welcher  die Füllung der Bogenentladungsröhre zum Leuchten bringt. Dieses Prinzip gilt für die  HPD Lampenfamilie mit ihren unterschiedlichen Füllungssystemen bzw. Metallen.  Die HPD Lampenfamilie beinhaltet Natriumdampf-, Halogenmetalldampf- und  Quecksilberdampflampen.  Die SOX Lampenfamilie enthält kein Quecksilber. Alle anderen HPD Lampen enthalten  Quecksilber im Brenner.

 

 

HCI / HQI-Lampen

 

Halogen-Metalldampflampen sind Hochdruckentladungslampen, die sich durch sehr gute  Farbwiedergabe auszeichnen. Dafür sind die Metall-Halogenide im Entladungsbogen  verantwortlich.  OSRAM hat 2 Halogen-Metalldampflampenfamilien im Sortiment, die sich durch das  verwendete Material für das Entladungsgefäß (Brenner) unterscheiden:

POWERSTAR HQI

POWERBALL HCI

 

H steht für Hydrargyrum (gr.-lat. für Quecksilber),

Q steht für Quarz als Entladungsgefäßmaterial,

I steht für Jodide.

OSRAM bietet HQI-Lampen in der Lampenfamilie POWERSTAR an.

 

H steht für für Hydrargyrum (gr.-lat. für Quecksilber),

C steht für Ceramic als Entladungsgefäßmaterial,

I steht für Jodide.

OSRAM bietet HCI-Lampen in der Lampenfamilie POWERBALL an.

 

 

Kelvin

 

Mit Kelvin bezeichnet man die Optische Farbtemperatur hier durch eine Grafik dargestellt.  Diese Farbtemperaturen können von Hersteller zu Hersteller abweichen.

Farbtemperatur von Licht in Kelvin

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